Imkerverein-Frankenstein nimmt auch dieses Jahr wieder am hessenweiten Faulbrut-Monitoring teil

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Sep. 112015
 

Seit mehreren Jahren wird in Hessen für Imkervereine ein flächendeckendes Monitoring der Amerikanischen Faulbrut (AFB) angeboten, das über den Landesverband Hessischer Imker mit Mitteln der EU und des Landes Hessen gefördert wird.

Faulbrut01Pro Verein wird eine bestimmte Anzahl Futter-kranzproben mikrobiologisch auf AFB-Sporen untersucht. Die Futterproben sollen – über mehrere Jahre verteilt – das jeweilige Einzugs-gebiet des Vereins flächendeckend abbilden. Für den Imkerverein Frankenstein gibt es dieses Jahr drei Probenkontingente.

 

Faulbrut02Die Imkerberaterin des Vereins, Heike Stumpf, engagierte sich auch dieses Jahr wieder bei der Sammlung der Proben und deren Entsendung an das Bieneninstitut Kirchhain.

Die Entnahme der Proben wird von den jeweiligen ImkerInnen selbst an ausgewählten Völkern vorgenommen.

Die stichprobenartige Beprobung von Bienenvölkern ist freiwillig und dient als vorbeugende Maßnahme, um Gefahrenpotentiale rechtzeitig zu erkennen und unentdeckte Faulbrutherde aufzufinden, lange bevor es zum Ausbruch der Seuche kommt.

 

Faulbrut03 Faulbrut04

Für die mikrobiologische Feststellung der Sporenbelastung werden entnommene Futterkranzproben an das Labor des Bieneninstituts Kirchhain geschickt.

Faulbrut05

 

 

Die Futterkranzproben sollten möglichst im oder nahe am Brutnest, kurz vor oder kurz nach dem Abschleudern entnommen werden.

 

 

Was passiert nach der Faulbrutsporenuntersuchung?

AFB ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche verursacht durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae. Falls sich im Sammelgebiet der Bienen Völker mit erhöhtem Sporengehalt befinden, sind erfahrungsgemäß ebenfalls Sporen in Futterkranzproben zu finden. Wichtig ist daher frühzeitig stark befallene Stände ausfindig zu machen und dann entsprechend zu handeln, bevor die Seuche ausbricht.

Stufe 0: keine Sporen

Stufe 1: Sporengehalt gering – Prophylaktische Maßnahmen

  • beprobte Völker hatten Kontakt zu sporenhaltigem Material(Honig, Futter, Waben)
  • Quelle ist ausfindig zu machen
  • im Radius von 1-2 km sind alle Bienenstände zu beproben
  • Imker informiert freiwillig Amtsveterinär

Stufe 2: Sporengehalt hoch – Sanierungsmaßnahmen

  • es besteht der Verdacht, dass AFB Krankheit ausgebrochen ist
  • Veterinäramt wird direkt vom Institut verständigt
  • weitere Vorgehensweise legt die Bienenseuchen-VO und das Veterinäramt fest
  • Sanierung betroffener Bienenstände zur Verhinderung der Ausbreitung und Verschleppung der AFB

Hornisse fängt Honigbiene

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Sep. 082015
 

Derzeit vielerorts vor unseren Bienenständen zu beobachten:

Hornisse fängt Honigbiene

Foto: Helga Wilkendorf

Foto: Helga Wilkendorf

Es kann vorkommen, dass Hornissen Bienen beim Blütenbesuch und am Flugloch fangen, sehr selten kann es auch passieren, dass sie in die Beuten eindringen und dort Unruhe verursachen können.

Die Hauptnahrung der Hornissen besteht bis zu 90% aus Fliegenarten, als Insektenjäger verschmähen sie allerdings auch Bienen nicht. Wissenschaftler von Bieneninstituten haben jedoch festgestellt, dass diese Bienenjagd nicht zu spürbaren Verlusten bei den betroffenen Bienenvölkern führt. Der für den Imker auftretende Schaden ist minimal: Entgegen vieler anders lautender Behauptungen fangen Hornissen nur wenige Sammlerinnen eines Bienenvolkes ab. Die tägliche Fangquote beträgt ab Anfang Juni ca. 10-15 Bienen pro Volk, denn es gehen stets nur einige Hornissen als „Spezialisten“ auf Bienenfang.

Der Einfluss der Hornisse als „Naturpolizei“ auf das biologische Gleichgewicht ist keinesfalls zu unterschätzen. Ein großes Hornissenvolk vertilgt im Verlauf der Saison mehrere Kilogramm Insekten, darunter viele für den Menschen schädliche oder lästige Arten.

Obwohl Hornissen ausnehmend  geschickte Flieger sind und blitzschnell auf ein Beutetier herabstoßen können, bleibt die Mehrheit der Fangversuche meist erfolglos. Hat die Jägerin endlich ein Insekt erbeutet, tötet sie es rasch durch Bisse ihrer kräftigen Mandibeln. Nur ausnahmsweise, wenn die Hornisse etwa im Kampf mit einem starken und sich heftig wehrenden Beutetier die Initiative verliert, wird auch der Giftstachel zur Tötung eingesetzt. Das erlegte Wild kann gelegentlich fast unversehrt als Ganzes ins Nest gebracht werden. Meist wird es aber noch an Ort und Stelle waidgerecht zerlegt. Hierzu lässt sich die Jägerin auf einem Zweig oder Blatt nieder, wo sie – häufig kopfabwärts an einem Bein hängend – dem Beutetier Beine, Flügel, Kopf und Hinterleib abtrennt. Verwendet wird in der Regel nur der muskulöse Thorax, den die Hornisse gründlich zu einem kugelförmigen, fleischigen Brei zerkaut und mit diesem Fleischpäckchen ins heimische Nest zurückkehrt.

Laufen für die Biene!

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Sep. 082015
 

Toom_Lauf_fuer_die_BieneDie toom Azubis der Region Darmstadt und der Imkerverein Frankenstein e.V. rufen zum großen Charity-Lauf für die Wildbiene auf.

Jeder kann „ohne Voranmeldung“ auf der 3 km langen Strecke mitlaufen. Die Starts finden jeweils um 11, 12, 13 und 14 Uhr statt. Das Ziel: Eine Laufstrecke von insgesamt 2.500 km erreichen.

Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 13. September 2015 von 10:00 bis 16:00 Uhr, auf dem toom Parkplatz in Dieburg statt.

Hier noch eine Info für unsere Mitglieder: Wer Interesse an unserer Standbetreuung hat, kann sich gerne beteiligen. Wir treffen uns um 09:00 Uhr zum Aufbau unseres Imkerstandes auf dem toom Parkplatz in Dieburg.

Tipp: Bienenstand leicht gebaut

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Sep. 012015
 

Eine einfache und kostengünstige Variante zum Bau eines Bienenstandes hat Stephan Spahl am Bieneninstitut Hohenheim entdeckt. Verwendet wurden Rasengitterstein, verbunden durch passende Holzbalken/Kantholz.

Foto: Stephan Spahl

Foto: Stephan Spahl

Pollenspender Kanadische Goldrute

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Aug. 312015
 
Fotos: Tino Westphal – Honigbiene an Kanadischer Goldrute

Fotos: Tino Westphal – Honigbiene an Kanadischer Goldrute

Die Kanadische Goldrute ist gerade bester Pollenspender – perfektes Futter für die jetzt zu schaffenden Winterbienen!

Auf den Etzwiesen stehen Kanadische Goldrute und Indisches Springkraut in voller Blüte, nach dem Regen und bei den letzten heissen Sommertagen bringen diese Neophyten jetzt letzte Tracht für unsere Honigbienen. Aus Naturschutzsicht können beide Pflanzen problematisch sein, wenn sie einheimische blühende Kräuter verdrängen. Letzlich müssen wir sie aber inzwischen als Neubürger akzeptieren und versuche, mit ihnen klar zu kommen.
Die Jungimker treffen sich in der nächsten Woche auf den Etzwiesen, um die Beuten zu wiegen: haben wir genug Futter, um über den Winter zu kommen. Dann noch ein Blich auf die Windel: Wieviele Milben fallen jetzt im Laufe einer Woche? Dann wird entschieden, oben eine zweite Entmilbung notwendig wird.
Die Imker geniessen die letzten schönen Sommertage draußen!

 

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Jungimker besuchen Tatjana und Stephan Spahl

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Juli 282015
 

Jungimker bei SpahlDie Jungimker von Heike und Helga besuchten am Sonntag den Imkerstand von Tatjana und Stephan Spahl in Einhausen.

Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Tatjana und Stephan ihre Bienen, erklärten ihr Material, das Honiglager und beantworteten alle Fragen, die gestellt wurden…

hier weiterlesen.

Wozu sind Freunde da

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Juli 192015
 
Ein Imkerfreund liegt schwer krank im Krankenhaus und macht sich Sorgen um seine 15 Völker: Die sind nicht abgeschleudert, müssen gefüttert werden und brauchen bald ihre Sommerbehandlung gegen die Varroa.
Gar keine Frage: Heike, Helga und der Jungimker Louis springen ein und investieren ihr ganzes Wochenende, um die Imkerei am Laufen zu halten. Nicht ganz einfach, denn neben ihrer Arbeit haben sie selbst noch eigene Völker zu betreuen.

 

Heike und Helga
Wir wünschen unserem Imkerfreund alles Gute: seine Bienen sind in guten Händen!
Wenn es einen guten Grund gibt, einem Imkerverein beizutreten, dann wird der hier sichtbar: Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen und helfen einander.
Mein persönlicher Dank für diesen großartigen Einsatz an geht an Helga und Heike und alle anderen Helfer.

 

Tino Westphal
Vorsitzender Imkerverein-Frankenstein e.V.

Honigtag im Lernort Natur

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Juli 192015
 

Die Frankensteiner Imker stellen sich vor beim Honigtag im Lernort Natur.

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Fotos: Tino Westphal – Bürgermeister Georg Rausch eröffnet das Honigfest im Lernort Natur.

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Aufbau des Verkaufs- und Informationsstandes: Der Bürgermeister von Alsbach Hähnlein, Georg Rausch hilft tatkräftig mit beim Aufbau der Stände.

Aufbau des Verkaufs- und Informationsstandes: Der Bürgermeister von Alsbach Hähnlein, Georg Rausch hilft tatkräftig mit beim Aufbau der Stände. Die Frankensteiner haben einen Verkaufstand für ihre Honige, Imkerfreund Jürgen Ackermann hat seine Kollektion an Honigen und Wachskerzen besonders liebevoll gestaltet. Als Besonderheit gibt es auch Honig direkt in der Wabe zu kaufen.

 

 

Am Informationsstand der Frankensteiner Imker wird eine Fotobeute aufgebaut: das imkern mit dem Magazin kann damit sehr schön erklärt. Die verschiedenen Waben Honigwaben, Drohnenwaben, frisch eingeschweisste Rückwände werden in einer extra Zarge präsentiert. Ganz kurzfristig wird auch noch eine echtes Bienenvolk für die Schaubeute herangeschafft.

Zur Eröffnung begrüßt Bürgermeister und Schirmherr Georg Rausch die Besucher. Der Vorsitzende des Imkervereines Frankenstein Tino Westphal bedankt sich für die Gelegenheit, den Verein der Frankensteiner Imker vorstellen zu können. In seiner Rede weist auf den dramatischen Rückgang bei den Wildbienen hin, die unsere Unterstützung beinahe noch mehr benötigen, als unsere Honigbienen: Die Anlage von Blumenwiesen für Honig- und Wildbienen, wie sie auch von den Frankensteiner Imkern gefördert wird, kann konkrete Hilfe leisten.

Am Honig-Verkaufsstand hat Imkerfreund Jürgen gut zu tun.

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Der Bienenschaukasten bietet einen Einblick in das Innere eines Bienenvolkes.

Die Frankensteiner Imker bieten einen Blick in ein lebendes Bienenvolk.

Mahmoud und Jochen erklären, dass die Honigbienen auf den Brutwaben nicht nur herumfummeln, sondern die Bienenlarven füttern und putzen und schliesslich schlafen legen: Mit einer luftdurchlässige Decke aus Wachs verschliesst die Honigbiene die Wiege der neuen Bienen für die Puppenruhe.

 

 

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Der Schaukasten ist immer von Kindern umlagert – Mahmoud erklärt geduldig.

 

Immer wieder wird die Fragen gestellt, wie es sich mit dem Bienensternen verhält. Unsere erfahrenen Imker geben gern Auskunft.

 

 

 

Vorgestellt am Nachbarstand: Die Bienenhaltung in der Bienenkiste.

Ein Höhepunkt des Honigtags war ohne Zweifel das Abschleudern in der Blockhütte: Mahmoud und Tino zeigen, wie mit der Entdeckelungsgabel die Wachsdeckelchen von den Bienenwaben entfernt werden. Natürlich darf jedes Kind mal kurz seinen Finger in eine Wabe stippen- frischer Wabenhonig ist total lecker.

Und dann geben die Kids alles – 4 Bienenwaben kommen in die Handschleuder und dann wird gekurbelt. Viel schöner Honig landet im Eimer.

Zum Schluss gab noch ein tolles Kinderprogramm mit Christian Haibt und seiner Band.

IMG_7693Teilnehmer vom Frankensteiner Imkerverein: Jürgen, Tino, Jochen, Helga und Heike.

Teilnehmer von der Bienengruppe: Mahmoud und Dennis.

Imkerin an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Pfungstadt

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Juli 152015
 

IMG_4648Zu Gast bei den vierten Klassen der Wilhelm-Leuschner-Schule in Pfungstadt war Anfang Juli die Imkerin und Biologin Christiane Buta. Im Gepäck hatte sie einen Schaukasten mit einem lebendigen Bienenvolk, Naturbauwaben zum Anfassen und leckeren Honig zum Probieren. Die Kinder lernten zunächst, wie sie Bienen und Wespen sowie deren Nester unterscheiden können. Dann wurden anhand von Bildern und natürlich des Schaukastens die Unterschiede zwischen Arbeiterinnen, Drohnen und der Königin erklärt und der Zusammenhang zwischen Bienen, Blüten, Honig und Früchten aufgezeigt. Zum Schluss durften die Kinder cremige Frühtracht, flüssigen Sommerhonig sowie dunklen Waldhonig probieren.

Honig schleudern bei Ecki

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Juli 052015
 
Fotos: Tino Westphal – Honigwaben werden entdeckelt.

Fotos: Tino Westphal – Honigwaben werden entdeckelt.

Wieder einmal Hochbetrieb auf Eckis Terrasse: die Bienengruppe schleudert ihren Sommer-Honig.

Es ist schon wieder sehr heiss und die Haupttracht ist vorüber.

Dem entsprechend muss man draussen sehr vorsichtig arbeiten: nach kurzer Zeit haben die Kundschafterbienen  es herausgefunden, wenn unsauber gearbeitet wird bei der Honigernte.

Unsere Bienengruppe schleudert gern im Team. Jeder Neu-Imker, der noch keinen eignen Honig hat und auch jeder grosse und kleine freiwillige Helfer beim Schleudern bekommt natürlich Honig in Glas gefüllt.