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Schwarmfangaktion in Etappen
Schon am Freitag war der Schwarm in Nachbars Garten entdeckt worden, ein Teil hing in einem kleinen Busch und ein anderer Teil lag auf dem Boden.
Nachdem der Busch mehrfach in eine Fangkiste geschüttelt wurde, stellte sich der Resthaufen Bienen auf dem Boden störrischer an. Was tun ?
Am Samstag wurde dann eine Zarge mit einer aufgerissenen Futterwabe über die Bienen gestellt….
Nachts schon wieder sehr kalt, Regen und die Bienen seit einigen Tagen auf dem Boden. Am Sonntag Abstieg zur Zarge, die so schräg am Hang stand, das jederzeit Abrutschgefahr besteht.
Und siehe da, es hat geklappt die Bienen sind in die Zarge gekrochen und sitzen jetzt auf der Wabe und können zum Stand gebracht werden.
Jetzt noch den wieder im Busch hängenden Restschwarm einkehren und auch noch mitnehmen.
Schwarm eingefangen, alles gut!

Bericht und Fotos: Helga Wilkendorf, Mai 2016
Neu-Imkerkurs auf den Etzwiesen
Kein perfektes Imkerwetter: kühl, wenig Sonne und ab und an ein Schauer.
Aber wir nutzen das Treffen, um nach den Ablegern der Neuimker zu sehen, Drohnenwaben zu schneiden und einen Blick in die Honigräume zu werfen.
Junge Königin
Kontrolle in Julius und Markus Ableger-Volk: Ausgefressene Weiselzellen weisen auf eine Königin hin und Julius findet die Königin auf der Wabe.
Das Volk wird noch etwas aufgefüttert.
Eine junge Biene wird beim Schlupf beobachtet.
Drohnenwabe schneiden

Drohnen schneiden – in der aufgebrochenen Wabe gut zu erkennen: am Boden der Zelle sitzt eine Varroa
In der verdeckelten Drohnenbrut sitzen bevorzugt Varroa-Milben. Jeweils zwei Fangwaben stecken in jeder Beute: sobald die Drohnenwaben verdeckelt sind, werden die Waben ausgeschnitten und kommen in den Wachschmelzer, die leeren Rahmen kommen zurück ins Volk und werden wieder ausgebaut.
Wird eine Drohnenwabe aufgebrochen, sind die Milben-Muttertiere deutlich am Boden der Zellen zu erkennen.
Die Neu-Imker bearbeiten selbst ihre Ableger – Imkern ist ein Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes.
Zu guter Letzt: Honig kosten. Lecker – die Ernte ist viel versprechend!
Teilnehmer: Mahmoud, Tino, Markus, Julius, Jonas, Jacky, Alexander und Micky.
Honigraum aufsetzen
Verdeckelte Königinnenzellen wurden in allen Ablegern gefunden, bald gibt es einen Hochzeitsflug.
Alle Völker haben sich in der letzten Woche bei voller Tracht prächtig entwickelt.
Ein neuer Ableger wird angelegt und gleich mit Honigschaum eingefüttert. Der Schaum entsteht beim Rühren von Honig und wird abgeschöpft, bevor der Honig ins Glas kommt.

Drohnenrähmchen – rege Bautätigkeit und frisch bestiftete Zellen: das Volk ist nicht in Schwarmstimmung
Schwarm-Management: Prüfung auf Baubetrieb und Bestiftung der Drohnenrahmen. Noch ist kein Volk in Schwarmstimmung, aber jetzt wird es eng auf den 2 Zargen. Sehr spät in diesem Jahr an den Etzwiesen, aber jetzt müssen wir dringend erweitern mit einer 3. Zarge, dem Honigraum.

Imker Julius hängt eine Mittelwand neben das Brutnest in der zweiten Zarge – hier wird sie schnell ausgebaut
In den Honigraum werden die mit Honig gefüllten Rähmchen einsortiert, Brut und einige Mittelwände zum Ausbauen und die Drohnen-Fangrahmen bleiben in der 2. Zarge.
Teilnehmer: Markus, Julius, Mahmoud, Alexander und Tino.
Wir bauen uns ein Bienenvolk
Julius baut einen Ableger: 2 Brutwaben mit frischen Stiften aus einem starken und friedfertigen Volk, zusammen mit anhängenden Ammenbienen (und ohne Königin), 2 Futterwaben, 2 ausgebaute Mittelwände. Fertig.
Nicht vergessen: Das Flugloch muss eingeengt werden. So wird Räuberei verhindert. Das geht auch mit etwas Lehm…
Bebrütete Waben werden gern angenommen und mit frischer Brut bestückt. Die dunkle Färbung entsteht durch die Larvenhäutchen, die nach dem Ausschlüpfen der Jungbienen zurückbleiben.
In einer Woche schauen wir nach, ob eine Königinzelle ausgebaut wurde.

bebrütete Wabe – wird gern angenommen und mit frischer Brut bestückt. Die dunkle Färbung entsteht durch die Larvenhäutchen, die nach dem Ausschlüpfen der Jungbienen zurückbleiben

Eingeengtes Flugloch. da passen gerade 2 Bienen nebeneinander durch. So wird Räuberei verhindert. Das geht auch mit etwas Lehm…
Imkerkurs auf den Etzwiesen
Treff der Jungimker auf den Etzwiesen: kein perfekter Tag zum Imkern, bedeckter Himmel und kühles Wetter. Also schauen wir nur kurz in die Honigräume von Mahmouds Volk.
Etwas Brut wurde im Honigraum angelegt- die Wabe wandert nach unten in den Brutraum.
Ansonsten wurde schon etwas frischer Honig eingetragen in der letzten Woche, aber an den Etzwiesen beginnt ja gerade erst die Obstblüte.
Hoffen wir auf besseres Trachtwetter in den nächsten Tagen…
Die Jungimker treffen sich demnächst wieder am Mittwoch später Nachmittag auf den Etzwiesen.
Wildbienen-Exkursion
Vorlesung in der Natur
Stefan Tischendorf von der Arbeitsgemeinschaft hessischer Hymenopterologen gab den interessierten Insektenfreunden eine kurze Einführungs-Vorlesung im Rondell des Bürgerhauses Malchen. Von Hand zu Hand gereicht wurden Kästen mit Beleg-Exemplaren von Wildbienen, die in Südhessen und besonders an der Bergstrasse vorkommen.
Buchempfehlungen: siehe im Anhang zum Artikel.
Auf der Bienenweide
Der Imkerverein Frankenstein hatte eine große Bienenweide angelegt im Malchener Norden. Noch waren bei der Begehung wenig Blüten und daher wenig Wildbienen zu sehen. Aber das wird sich in den nächsten Wochen ganz sicher ändern. Ein neues Teilstück der Bienenweide wurde erst vor wenigen Wochen im März 2016 eingesät – da ist natürlich noch roher Boden.
Ein wichtiger Hinweis des Wildbienenexperten: Trampelpfade, offene Böden und sonnenexponierte Sandkanten sind wichtige Eiablageplätze für unsere Wildbienen- offen Stellen und Störungen am Boden sollten unbedingt erhalten bleiben.
Am Wildbienenstand

Auf dem Dach des Bienenhotels sitzt eine wunderschöne Goldwespe – ein Brutparasit.
Stefan Tischendorf erklärt, was man gut oder weniger gut machen kann an einem Insektenhotel.
Richtig angelegt kann eine solche Anlage auf alle Fälle den direkten Kontakt mit unseren Wildbienen vermitteln.
Am Sandweg

Parasitische Blutbiene im Nest der Weidenbiene. Die Blutbiene (Sphecodes albilabris) legt als Kuckucksbienen ihre Eier in die Nester von Sandbienen
Mitten auf einem selten befahrenen sandigen Feldweg am Malchener Blütenhang können Seidenbiene und Blutbiene einfach beobachtet werden. Die Männchen der Seidenbienen patroullieren über dem Weg, derweil hat sich schon eine parasitische Blutbiene in einem der Nester eingenistet.
Blutbiene schmarotzt auf der Frühlings-Seidenbiene.

Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius)
Die Schafweiden am Malchener Blütenhang werden durch regelmässige Beweidung offen gehalten. Hier können sich seltenen Blütenpflanzen auf den entstehenden Trockenrasengemeinschaften ausbreiten. Das hilft nicht nur Wildbienen, sondern auch auch vielen anderen Insekten.
Buchempfehlungen:
Wildbienen – Die anderen Bienen
Autor: Paul Westrich
ISBN: 978-3-89937-136-9
Bienen – Mitteleuropäische Gattung, Lebensweise, Beobachtungen
Autoren: Albert Krebs, Felix Amiet
ISBN: 978-3-258-07713-0

Atlas der Faltenwespen Hessens
Autoren: Stefan Tischendorf, Martin Engel, Hans-Joachim Flügel, Karl-Heinz Schmalz
ISBN: 978-3-9814181-2-5
Start des Neu-Imkerkurses auf den Etzwiesen
Start des Neuimkerkurses 2016
Zur Startveranstaltung trafen sich 10 Imkerpaten mit einem guten Dutzend interessierter Neuimker und stellten sich vor. Beinahe eine Art Speed-Dating für Imker. Scheint aber zu funktionieren, denn am Ende der Veranstaltung hat jeder Neuimker seinen Imkerpaten bekommen.


Foto: IV Frankenstein/Tino Westphal – Die Imkerpaten stellen sich vor
Einsaat der Bienenweide

Fotos: Mahmoud Bandeh Khoda – unter Leitung von Uli, Annett, Mahmoud und Ecki (im Bild) wird eine spezielle mehrjährige Kräutermischeung aus einheimischen Wildkräutern auf der künftigen Bienenweide ausgebracht.
Unter Leitung von Uli, Annett, Mahmoud und Ecki wird eine spezielle mehrjährige Kräutermischung aus einheimischen Wildkräutern auf der künftigen Bienenweide ausgebracht.

Die Kinder der Kita verteilen die Samenmischung mit viel Liebe auf dem Gelände und drücken die Samen mit einer Walze in den lockeren Boden.

Zwei Nisthilfen für Vögel auf der Bienenweide – von den Kindern des Waldkindergartens gebaut.
Zwei neue Vogelkästen zieren jetzt das Gelände- selbst zusammengebaut und bemalt von den Kindern des Waldkindergartens für Vögel auf der Bienenweide.


























